Für Hochleistungs-LEDs geht es bei der Substratwahl grundsätzlich darum, die Sperrschichttemperatur zu beherrschen, während eine zuverlässige elektrische Isolierung und akzeptable Kosten gewährleistet werden. In Anwendungen wie Beleuchtungslösungen, Unterhaltungselektronik und Outdoor-Telekommunikations-Hardware muss das Substrat Wärme effizient ableiten, Hochspannungsschaltkreise isolieren und dennoch in großen Stückzahlen herstellbar sein. Neway bewertet typischerweise Aluminium-IMS-, kupferbasierte und keramische Substrate in Kombination mit geeigneten Prozessen und Beschichtungen, um die richtige Balance zu erreichen.
Der Ausgangspunkt sind Sperrschichttemperatur, Leistungsdichte (W/cm²) und die erforderliche Durchschlagsfestigkeit zwischen LED-Pads und der Metallbasis oder dem Wärmeverteiler. Für gängige Leuchten und Hintergrundbeleuchtungen ist aluminiumbasiertes IMS oft ausreichend. Für eng gepackte COB-Module oder raue Outdoor-Beleuchtungs- und 5G-Funkumgebungen sollten keramische oder Kupferlösungen in Betracht gezogen werden. Anforderungen an die Durchbruchspannung und Kriechstrecken bestimmen die Dicke des Dielektrikums und die Materialwahl, was sich wiederum auf den Wärmewiderstand und die Kosten auswirkt.
Aluminium-IMS (isoliertes Metallsubstrat) ist die gebräuchlichste Basis für Hochleistungs-LEDs, da es eine gute Wärmeleitfähigkeit zu angemessenen Kosten bietet. Die Aluminiumbasis kann geformt oder mit Kühlkörpern integriert werden, indem Aluminium-Druckguss, Blechbearbeitung oder maschinelle Bearbeitung via CNC-Bearbeitungs-Prototyping eingesetzt wird. Oberflächenbehandlungen wie Eloxieren erhöhen die Korrosionsbeständigkeit und können Teil des Isolationssystems bilden, während eine gute Wärmeverteilung erhalten bleibt. Für die meisten Innenleuchten und Allzweckleuchten bietet Aluminium-IMS die beste Balance zwischen thermischer Leistung, elektrischer Isolierung und Stücklistenkosten.
Wenn LED-Arrays mit sehr hohen Leistungsdichten betrieben werden, kommen Kupfersubstrate oder Kupferkern-Hybride in Betracht. Kupfer hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium, was die Verteilung unter dichten COB- oder Laserdioden-Arrays verbessert. Kupferbasen und Kaltplatten können durch Kupferlegierungs-Präzisionsguss oder Verbundkonstruktionen realisiert werden. Zum Schutz vor Korrosion und zur Anpassung der Oberflächeneigenschaften können Hochtemperatur-Wärmeschicht-Systeme aufgetragen werden. Der Kompromiss sind höhere Rohmaterialkosten und Gewicht, daher wird Kupfer üblicherweise für Premium-Scheinwerfer, Automobilscheinwerfer oder kompakte Hochlumen-Module reserviert.
Für Anwendungen, die hohe Isolierung, Hochtemperaturfähigkeit und Maßstabilität erfordern – wie Outdoor-Treiber, Telekommunikationsleuchtfeuer oder sicherheitskritische Beleuchtung – werden Keramiksubstrate zu einer attraktiven Option. Materialien wie Aluminiumoxid und Siliciumnitrid bieten hohe Durchschlagsfestigkeit, gute Wärmeleitfähigkeit und ausgezeichnetes Alterungsverhalten. Durch Keramik-Spritzguss kann Neway komplexe 3D-Merkmale wie Ausrichtungsanschläge, Reflektorbasen oder isolierte Abstandshalter in eine einzige Keramikkomponente integrieren und so die Montage vereinfachen und die Zuverlässigkeit verbessern. Obwohl Keramiksubstrate teurer sind, verringern sie das Ausfallrisiko in rauen thermischen Zyklen und Hochfeuchtigkeitsumgebungen.
Bevor das Substratkonzept festgelegt wird, werden Prototypen thermisch und elektrisch validiert. LED-Platinen und Wärmeverteiler können unter Verwendung von 3D-Druck-Prototyping für Gehäuse und CNC-Bearbeitung für Metallbasen getestet werden, was einen schnellen Vergleich zwischen Aluminium-IMS-, Kupferkern- und Keramikoptionen ermöglicht. Design-for-Manufacturing-Prüfungen stellen sicher, dass das gewählte Substrat mit nachgelagerten Prozessen wie Kunststoff-Spritzguss für Optiken und Abdeckungen kompatibel ist und dass das Gesamtsystem die Leistungsziele zu den niedrigsten Lebenszykluskosten erreicht.