Aluminiumdruckgussteile können eloxiert, pulverbeschichtet, chemisch konvertiert, passiviert, vernickelt, verchromt, mit PTFE-beschichtet, poliert, gestrahlt, lackiert oder anderen Oberflächenveredelungen unterzogen werden. Die Auswahl der Oberflächenbehandlung für Aluminiumdruckgussteile sollte auf der Korrosionsbelastung, dem Verschleißrisiko, der optischen Klasse, den elektrischen Anforderungen, der Schichtdicke, der Maskierung und der Endprüfmethode basieren.
Die praktische Herausforderung bei der Angebotsanfrage besteht darin, eine Oberflächenbehandlung zu wählen, die zur Aluminiumlegierung, zur Gussporosität, zur Bauteilgeometrie, zu bearbeiteten Flächen, Gewindebohrungen, Dichtflächen, Montageschnittstellen und den Abnahmekriterien des Käufers passt. Eine Beschichtung kann die Korrosionsbeständigkeit oder das Aussehen verbessern, aber die Gusskonstruktion, Vorbehandlung und Prüfplanung bestimmen dennoch, ob die Oberfläche geeignet ist.
Das Eloxieren erzeugt eine Aluminiumoxidschicht, die Korrosionsbeständigkeit, Farbkontrolle, Oberflächenerscheinung und Verschleißverhalten unterstützen kann. Eloxieren wird oft für Aluminiumkomponenten in Betracht gezogen, bei denen die Legierung, die Gussqualität und der Oberflächenzustand das gewünschte Aussehen und die Leistung unterstützen können.
Aluminiumdruckguss kann sich anders verhalten als Knetaluminium, da der Siliziumgehalt, die Porosität, die Legierungszusammensetzung und der Oberflächenzustand des Gusses die Farbgleichmäßigkeit und das Beschichtungsaussehen beeinflussen können. Käufer sollten die Legierungsqualität, die optische Klasse, das Farbziel, die Versiegelungsanforderung, die Oberflächenrauheit und ob bearbeitete oder gegossene Bereiche eloxiert werden, bestätigen.
Pulverbeschichtung wird oft eingesetzt, wenn Aluminiumdruckgussteile dauerhafte Farbe, dickere Beschichtungsabdeckung, Außenkorrosionsbeständigkeit oder ein gleichmäßiges optisches Erscheinungsbild benötigen. Pulverbeschichtung kann geringfügige Oberflächenunregelmäßigkeiten besser abdecken als einige dünne Veredelungsmethoden, aber Vorbehandlung, Reinigung, Maskierung und Aushärtungsbedingungen sind dennoch wichtig.
Die Angebotsanfrage sollte Farbe, Glanz, Textur, Schichtdicke, Maskierungsbereiche, Gewindebohrungen, Erdungspunkte, Dichtflächen und die optischen Abnahmekriterien angeben. Wenn die Schichtdicke die Passung beeinflusst, sollte die Zeichnung definieren, ob die Maße vor oder nach der Beschichtung gemessen werden.
Chemische Konversionsschichten, einschließlich Chromat- oder chromatfreier Konversionsbehandlungen, werden oft in Betracht gezogen, wenn das Teil Korrosionsbeständigkeit, Lackhaftung, elektrische Leitfähigkeit oder eine kontrollierte Vorbehandlung vor dem Lackieren oder Pulverbeschichten benötigt. Der Käufer sollte etwaige umwelt- oder käuferspezifische Einschränkungen bezüglich der Chemie angeben.
Die Anforderungen an die Konversionsschicht sollten den Beschichtungstyp, die Farbe (falls relevant), die Leitfähigkeitsanforderungen, die Salzsprüh- oder Korrosionsprüfanforderungen (falls vom Käufer angegeben) und ob die Oberfläche anschließend lackiert wird, identifizieren. Maskierung kann für Gewinde, elektrische Kontaktpunkte oder präzisionsbearbeitete Flächen erforderlich sein.
Vernickelung und Verchromung können für Verschleißfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit, dekoratives Aussehen oder kontrollierte Oberflächenhärte in Betracht gezogen werden, wenn der Aluminiumguss und die Vorbehandlung die Haftung der Beschichtung unterstützen können. PTFE-Beschichtungen können für geringere Reibung, Antihafteigenschaften oder chemische Beständigkeit gemäß der Käuferspezifikation in Betracht gezogen werden.
Diese Oberflächen erfordern eine sorgfältigere Prüfung als eine einfache dekorative Beschichtung. Gussporosität, Oberflächenreinheit, Vorbehandlung, Schichtdicke, Kantenaufbau, wasserstoffbedingte Prozessprobleme und Nachplattierungsprüfung können beeinflussen, ob die Beschichtung akzeptabel ist. Käufer sollten funktionelle Oberflächen und Abnahmekriterien vor der Angebotserstellung definieren.
Die Qualität der Oberflächenbehandlung wird durch die darunterliegende Gussfläche begrenzt. Porosität, Lunker, Kaltläufe, Grat, Trennebenenversatz, Kratzer, Bearbeitungsspuren, Werkzeugverschleiß und Trennmittelrückstände können durch die Oberfläche hindurchscheinen oder Haftungsprobleme der Beschichtung verursachen.
Die Planung der Oberflächenbehandlung sollte bereits bei der Konstruktion des Druckgusswerkzeugs beginnen. Anschnittlage, Trennebene, Auswerfermarkierungen, Bearbeitungszugabe, Entgraten, Strahlen, Polieren, Reinigen und Vorbehandlung können alle das endgültige optische Ergebnis verändern. Bei stark sichtbaren Oberflächen sollte der Käufer Klasse-A-Oberflächen oder kosmetische Zonen auf der Zeichnung markieren.
Prüfnachweise können Schichtdickenmessung, Sichtprüfstandard, Farbmusterfreigabe, Glanzmessung, Haftungstest, Rauheitsbericht, Korrosionstestbericht (falls vom Käufer gefordert), Maßprüfung nach der Beschichtung und Maskierungsverifikation umfassen. Die genauen Nachweise sollten der Teilefunktion und der Veredelungsart entsprechen.
Funktionelle Oberflächen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Dichtflächen, Lagersitze, Gewindebohrungen, elektrische Kontaktbereiche, Gleitflächen und Montagebezugspunkte können Maskierung, Nachbearbeitung nach der Beschichtung oder Prüfung nach der Veredelung erfordern. Wenn eine regulierte oder sicherheitskritische Anwendung betroffen ist, sollten die Abnahmekriterien des Käufers und die Endverantwortung vor der Angebotserstellung definiert werden.
Oberflächenbehandlung | Typische Anforderung des Käufers | Zu prüfendes Fertigungsrisiko | Für Angebotsanfrage benötigte Informationen |
Eloxieren | Farbe, Korrosionsbeständigkeit, Verschleißverhalten oder Aluminiumoxid-Oberflächenerscheinung | Farbabweichung, Legierungsverhalten, Gussporosität, Oberflächenmarkierungen und Versiegelungsqualität | Legierung, Farbziel, optische Klasse, Oberflächenrauheit und Hinweise zu bearbeiteten/gegossenen Oberflächen |
Pulverbeschichtung | Dauerhafte Farbe, dickere Beschichtungsabdeckung, Außenoptik oder Korrosionsschutz | Schichtdicke, Maskierung, Kantenaufbau, Aushärteverzug und Haftungsprobleme | Farbe, Glanz, Textur, Dicke, Maskierungsbereiche und endgültiger Maßzustand |
Konversionsschicht | Korrosionsbeständigkeit, Leitfähigkeit, Vorbehandlung oder Lackhaftung | Chemikalienbeschränkungen, ungleichmäßiger Film, maskierte Kontaktbereiche und Korrosionstestabweichung | Beschichtungstyp, Leitfähigkeitsanforderung, Prüfanforderung und Umwelteinschränkungen |
Vernickelung oder Verchromung | Verschleißfestigkeit, dekorative Oberfläche, Korrosionsverhalten oder kontrollierte Oberflächenhärte | Porosität, Haftung, Kantenaufbau, Maßänderung und Oberflächenvorbereitung | Plattierungstyp, Dicke, funktionelle Oberflächen, Maskierung, Haftungstest und Prüfmethode |
PTFE-Beschichtung | Geringere Reibung, Antihafteigenschaften oder chemische Beständigkeit | Haftung, Schichtdicke, Kantenabdeckung, Temperatureinwirkung und Verschleißgrenzen | Beschichtungsspezifikation, Betriebsumgebung, Verschleißbereich, Maskierung und Abnahmekriterien |
Eine nützliche Angebotsanfrage sollte die Gusslegierung, 2D-Zeichnung, 3D-Modell, Art der Oberflächenbehandlung, Farb- oder Aussehensziel, Schichtdicke, optische Klasse, funktionelle Oberflächen, Maskierungsbereiche, Gewinde, Dichtflächen, bearbeitete Bezugspunkte, Korrosionsbelastung, Verschleißanforderung, Montageschnittstelle und Prüfmethode enthalten.
Käufer sollten auch angeben, ob die Maße vor oder nach der Veredelung gelten. Diese einzige Anmerkung kann Passungsprobleme verhindern, wenn Eloxieren, Pulverbeschichten, Plattieren oder PTFE-Beschichten die Dicke einer funktionellen Oberfläche erhöht.