Neway steuert die Mikrostruktur und Eigenschaften von Superlegierungen durch streng kontrollierte Materialauswahl, Schmelzkontrolle, Wärmebehandlung und Validierungsmethoden, die den anspruchsvollen Anforderungen von Luft- und Raumfahrt und Energieanwendungen entsprechen. Jede Stufe – von der Legierungsvorbereitung bis zur finalen Beschichtung – spielt eine entscheidende Rolle bei der Erzielung von Hochtemperaturfestigkeit, Kriechbeständigkeit, Oxidationsstabilität und Ermüdungslebensdauer.
Die Leistung beginnt mit der Legierungsvorbereitung. Neway verwendet Vakuumschmelzen und kontrollierte Gießumgebungen, um Gasaufnahme und Seigerung bei der Herstellung von Gussteilen aus Nickelbasislegierungen und 3D-gedruckten Superlegierungskomponenten zu minimieren. Für Teile, die mittels Feinguss hergestellt werden, werden Angusssysteme optimiert, um gleichmäßige Kornstrukturen zu erzeugen und Hotspots oder Schrumpfungsfehler zu minimieren.
Wenn die Bauteilgeometrie innere Kanäle umfasst, werden lösliche oder keramische Kerne präzise positioniert, um mikrostrukturelle Verzerrungen während der Erstarrung zu vermeiden. Gießsimulationen helfen, das Fließ- und Erstarrungsverhalten vorherzusagen und ermöglichen eine Kernplatzierung, die eine gleichmäßige Kornbildung unterstützt.
Die Wärmebehandlung ist der Schlüssel zur Erzielung des gewünschten mechanischen Profils. Neway befolgt strikte Temperatur- und Zeitprofile gemäß seinen Wärmebehandlungsstandards, um die Kornstruktur zu verfeinern, Gamma-Prime-Ausscheidung zu fördern und die Phasenverteilung zu stabilisieren. Mehrstufige Auslagerungsbehandlungen maximieren die Kriechbeständigkeit und gewährleisten eine vorhersagbare Langzeitleistung im Hochtemperaturbetrieb.
Für Legierungen wie Inconel 718, Rene 41 oder Rene 88DT sorgt eine enge thermische Kontrolle für eine gleichmäßige Ausscheidungshärtung ohne Kornüberwachstum oder Mikrorissbildung. Dies bildet auch die Grundlage für spätere Beschichtungshaftung und Ermüdungsleistung.
Nach dem Gießen und der Wärmebehandlung wird die Mikrostruktur mittels metallografischer Auswertung, Härteprüfung und zerstörungsfreier Techniken wie CT- und Ultraschallscanning geprüft. Diese sind entscheidend für die Identifizierung von Seigerungen, Porosität oder unerwünschten Korngrenzenphasen. Bei Vorhandensein von Kühlkanälen können auch Luftstrom- und Druckabfalltests angewendet werden.
Die mechanischen Eigenschaften – Zugfestigkeit, Kriechbeständigkeit, Low-Cycle-Fatigue und thermische Stabilität – werden durch Laborprüfkörper validiert, die die finale Geometrie und den Wärmebehandlungszustand repräsentieren. Dies stellt sicher, dass die Leistungsziele in Luft- und Raumfahrt und Energieanwendungen vollständig erfüllt werden.
Vor dem Auftragen von Wärmedämmschichten oder thermischen Beschichtungen bereitet Neway Oberflächen mittels kontrolliertem Sandstrahlen oder chemischer Reinigung vor, um Haftung zu gewährleisten, ohne die Mikrostruktur zu verändern. Die Auftragung der Haftvermittlerschicht wird präzise kalibriert, um eine Veränderung der Ausscheidungshärtungsprofile oder eine Schwächung der Korngrenzen zu vermeiden.
Daten aus der Mikrostrukturprüfung und Leistungstests werden in Gießsimulationen und Wärmebehandlungsmodelle zurückgespeist. Wird eine Abweichung festgestellt, werden Parameter verfeinert oder Prototypen über Rapid Molding Prototyping oder aktualisierte 3D-gedruckte Komponenten zur mikrostrukturellen Verbesserung reproduziert. Dieser geschlossene Regelkreis gewährleistet eine konsistente Wiederholbarkeit über Chargen hinweg.