Die Herstellung von Metallkomponenten mit Dicken unter 0,3 mm erfordert Fertigungswege, die extrem feine Strukturauflösung, hohe Maßstabilität und minimale Bearbeitungskräfte erreichen können. Konventionelle subtraktive Verfahren stoßen in diesem Maßstab aufgrund von Werkzeugdurchbiegung, Gratbildung und übermäßigem Materialverschleiß an ihre Grenzen. Bei Neway werden Mikro-Metallkomponenten für Unterhaltungselektronik, Medizinprodukte, Telekommunikation und Präzisionsmechanikbaugruppen typischerweise mit hochauflösenden, pulverbasierten oder formbasierten Metallumformverfahren hergestellt.
Metallpulverspritzgießen ist eine der effektivsten Lösungen zur Herstellung ultra-dünner Komponenten, insbesondere wenn die Bauteilgeometrie Mikrostrukturen, enge Toleranzen und komplexe innere Details umfasst. Unter Verwendung feiner Pulver wie MIM 17-4 PH und MIM 316L können Wandstärken von 0,2–0,3 mm konsistent reproduziert werden. Nach dem Sintern erreichen die Teile hohe Dichte und Festigkeit ohne nachträgliche Bearbeitung. MIM ist besonders effektiv für winzige Verriegelungskomponenten, Mikrozahnräder, medizinische Mikroinstrumente und Kommunikationshardware in großen Stückzahlen.
Für Metallsysteme, die keramikähnliche Toleranzen oder extreme Verschleißfestigkeit erfordern, gelten ähnliche Spritzgießprinzipien durch die Verwendung hochpräziser Metall-Feedstocks. Die Fähigkeit ist vergleichbar mit CIM, das extrem feine Wände bis hinunter zu 0,2 mm in Materialien wie Zirkonoxid erreichen kann. Bei der Übertragung auf spezielle Metallpulver, wie Kobalt-Chrom- oder Nickellegierungen, bietet dieselbe formgetriebene Präzision dünne, kleine, hochfeste Teile, die ideal für chirurgische Komponenten und mikromechanische Baugruppen sind.
Pulverpressen eignet sich für einfache Mikrorohlinge oder ultra-dünne verschleißfeste Platten unter Verwendung feiner Metallpulver. Mit kontrolliertem Druck und Werkzeugpräzision können Dicken im Bereich von 0,3 mm vor dem Sintern erreicht werden. Legierungen wie niedriglegierter Stahl, Edelstahl und Werkzeugstahl sind gängige Wahlmöglichkeiten.
Für 2D-Mikro-Metallteile mit sehr dünnen Querschnitten kann Blechstanzen Teile bis hinunter zu 0,1–0,3 mm formen, abhängig von Legierung und Strukturdichte. Kupferlegierungen, Edelstähle und Nickelfolien werden häufig verwendet. Stanzen ist besonders effektiv für Mikrokontakte, winzige Halterungen, Abschirmkomponenten und Miniaturfedern, die in elektronischen und Telekommunikationssystemen verwendet werden.
Obwohl traditionelle Bearbeitung nicht ideal für ultra-dünne Komponenten ist, können Mikrofräsen oder Laserschneiden angewendet werden, wenn flache Profile oder begrenzte 3-Achs-Strukturen erforderlich sind. Laserschneiden unterstützt Metalle bis zu einer Dicke von 0,05 mm mit ausgezeichneter Kantenqualität. Mikro-CNC kann zur Nachbearbeitung toleranzkritischer Bereiche verwendet werden, ist jedoch aufgrund der Handhabungskomplexität typischerweise nicht das primäre Verfahren.
Nach der Formgebung können je nach Materialtyp und Anwendung Nachbearbeitungsprozesse wie Trommeln (Mikrofräsen), Schwarzoxidbeschichtung oder Wärmebehandlung verwendet werden. Alle Prozesse müssen aufgrund der extrem geringen Masse und des Verformungsrisikos streng kontrolliert werden.